Ich bin (k)ein Star…

Mittlerweile geht RTL mit “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” in die 13. Runde. Natürlich guckt das niemand, deswegen ist es ja auch offenbar so erfolgreich. Klar, es wird mit großer Sicherheit geschickt geschnitten, was die Zuschauer sehen sollen (oder eben auch nicht). Und von dem Status “Star” sind viele der neuen “Dschungelcamper” so weit entfernt wie die Strecke von der Erde bis zum Mars. Dennoch: Gerade dieser Trash und das Fremdschämen macht bei “IBES” doch den großen Reiz aus. Ich persönlich amüsiere mich jährlich aufs neue.

“I am strong, I am healthy and full of energy

Ja klar. Noch nie hatte ich in einer Staffel so schnell meinen Hass-Camper wie 2019. Der “Selfmademillionär” nervt schon jetzt mit seinem Geblubber und Motivationscoach-Gedöhns. Ich bin mir ziemlich sicher, dass viele Schwule auf seinen – zugegebenermaßen guten – Köper stehen, aber reden darf er bitte nicht. Kein einziges Wort am besten.

Da ist es ausgesprochen lustig zu sehen, wie er mit “Mister Currywurst” interagiert, denn sie liefern sich ja schon seit einiger Zeit einen Bitchfight über die sozialen Netzwerke. Da ist mir dieser Chris gleich doppelt sympathisch.

Die Rentner-Gang

Auch in diesem Jahr gibt es sie wieder: Die vermeintliche “Rentergang. Dieses mal aus bestehend aus Schasupieler und Synchronsprecher Tommi Piper (die deutsche Stimme von “Alf”), Schlagersänger Peter Orloff und das ehemalige “Erotikmodel” Sibylle Rauch. Natürlich sind die ersten auch gleich immer für Prüfungen gesperrt. Das gleiche, wie jedes Jahr halt. Zumindest sind sie bisher alle noch recht sympathisch, so dass sie erst mal “mitlaufen” können – wenn man denn überhaupt etwas von ihnen zu sehen bekommt. Sibylle kam in der zweiten Folge ja so gut wie gar nicht vor.

Überaschungen…

Auch die gibt es – wie eigentlich jedes Jahr wieder. Mich überrascht beispielsweise Evelyn Burdecki. Sie ist Ex-“Bachelor”-, Ex-“Bachelor in Paradise”- und Ex-“Promi Big Brother”-Teilnehmerin. Der Zündstoff dabei: Sie ist die Ex von Mitcamper Domenico DeCicco, welche sich bei “Bachelor in Paradise” kennen und lieben lernten, dann flog aber eine weitere Liebschaft ihres Lovers samt dazugehörigem Kind auf. Evelyn geht damit jedenfalls erstaunlich gekonnt um, während ihr Ex ziemlich dumm dabei aussieht. Ich glaube, sie wird eine der Favoritinnen auf die Krone sein.

Ach, und die Heulsuse darf natürlich auch nicht fehlen: In diesem Jahr in der Gestalt von Ex-GNTM-Kandidatin Giselle. Die Show hat noch nicht mal Fahrt aufgenommen, da gab es schon fast die ersten Tränenüberschwemmungen auf den deutschen Bildschirmen. Zum Glück war ja Motivator Yodda äh… Yotta gleich zur Stelle…

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Darren Criss – Sexy und talentiert

Darren Criss als Andrew Cunanan in "American Crime Story"
The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story — Pictured: Darren Criss as Andrew Cunanan. CR: Pari Dukovic/FX

Ich mochte Darren Criss ja schon in seiner Rolle als schwuler Blaine in „Glee“, doch mit seiner Darstellung des Versace-Mörders Andrew Cunanan empfiehlt er sich deutlich als ernstzunehmender Charakter-Darsteller. Natürlich muss ich nicht extra erwähnen, dass er auch recht sexy aussieht, oder? In Deutschland kommt „American Crime Story: The Assassination of Gianni Versace“ am 19. Januar nun endlich auf Netflix. Bereits die erste Staffel um den Fall O.J. Simpson brachte den Produzenten zahlreiche Preise ein, darunter mehrere Emmys und zwei Golden Globes. Bei der aufwendig produzierten zweiten Staffel ist dieses nicht viel anders. Sieben Emmys gab es dafür bereits, seit Sonntag reihen sich zudem zwei Golden Globes mit in die Reihe ein – einer davon für eben Darren Criss. Und ja, er ist mehr als verdient.

Worum geht es in American Crime Story?

Hochkarätig besetzt werden hier besonders spektakuläre Fälle aufgerollt. In „The Assassination of Gianni Versace“ sind neben Darren Criss u.a. Penélope Cruz als Donatella Versace, Ricky Martin als sein Geliebter Antonio D’Amicio und Èdgar Ramirez als Gianni Versace mit dabei. In weiteren Rollen sind zudem Finn Wittrock, Max Greenfield und Cody Fern zu sehen, welche man alle bereits aus verschiedenen Staffeln der Serie „American Horror Story“ kennt.  

Wer aber ist Darren Criss?

Nun, bekannt wurde er sicherlich durch seine Rolle als Blaine in der Erfolgsserie „Glee“. Er hat also nicht nur schauspielerisches, sondern durchaus auch musikalisches Talent. Dieses bewies er in „Glee“, aber im späteren Verlauf auch mit eigenen Veröffentlichung wie beispielsweise seiner EP „Homework“. Obwohl Darren heterosexuell ist, so kann er durchweg in seinen LGBTI*-Rollen überzeugen. Nicht nur in “Glee” oder in „The Assassination of Gianni Versace“ : Auch als Musicaldarsteller in “Hedwig And The Angry Inch” begeisterte er. Doch die Darstellung eines Mörders, noch dazu dem eines Prominenten toppt, letztendlich alles. Sein Spiel in „The Assassination of Gianni Versace“  ist mehr als nur beindruckend und intensiv. Allein der Trailer zeigt dieses schon sehr deutlich. Ich bin mir sicher, man wird auch weiterhin etwas von ihm zu sehen zu bekommen.

Mehr über Darren Criss gibt es auf seiner offiziellen Homepage, bei Instagram und Facebook.

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The Voice Senior… Was war das bitte Sat1?

Ich mag ja „The Voice“ vom Format her noch immer, doch vergangenen  Freitag bekam dieses Vertrauen einen ganz schönen Dämpfer. Es begann eigentlich schon etwas früher, denn die ganze Staffel von “The Voice Senior” schien man offenbar schnell hinter sich bringen zu wollen. In nur vier Sendungen wurden die Talente quasi “durchgehechelt”. Keine Battles, schnell in die „Sing Offs“ und dann das Finale. Ja, Sat1, hier habt ihr den Vogel abgeschossen. Zunächst sah alles aus wie ein normales Finale. Doch Moment? Da war gar nicht dieses Logo „Live“ zu sehen. Nanu. Die Erklärung gab es dann zur Verkündung des Gewinners. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es übrigens sehr schade war, dass einige wirklich gute Ladys vorher aussortiert wurden und nur Männer im Finale waren.  

Unwürdiges Finale für “The Voice Senior”

Doch was dann kam, spottete jeder Beschreibung. Und Respekt vor den Talenten schien dem Sender – und auch den Coaches – völlig abhandengekommen zu sein. Da wurden die vier Finalisten in eine billig auf „Studio“ gemachte Halle gepflanzt, ein paar Freunde und Familienmitglieder durften als Publikum herhalten und dann machte Moderator Thore Schölerman mehr Werbung für andere Sat1-Shows, statt sich mit den Hauptakteuren zu befassen. Oh, und die vorher noch so von ihren Talenten begeisterten Coaches glänzten geschlossen durch Abwesenheit. Das war ein wirkliches Armutszeugnis. Und zu Recht ließ der Shitstorm in den Sozialen Kanälen dann auch nicht lange auf sich warten. Das Urteil über dieses unwürdige Finale war ziemlich eindeutig.

Mit John Farnhams Pop-Hymne “You’re the Voice” begeisterte er bereits bei den Blind Auditions von “The Voice Senior”. Der 64-jährige Dan Lucas aus München wählte sich ins Team Sasha – und sorgte fortan Folge für Folge für stimmgewaltige Auftritte. Am Ende hatte der Musiker auch das TV-Publikum auf seiner Seite. Doch wie verteilten sich die Stimmen? Das blieb in der Sendung offen. Nach späteren Meldungen erhielt Dan Lucas mit 70,3 Prozent die meisten Zuschauerstimmen und gewann damit eindeutig das Finale der ersten Staffel. Der 80-jährige Fritz Bliesener aus Trappenkamp (Schleswig-Holstein) landet mit 17,3 Prozent der abgegebenen Zuschauerstimmen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Joerg Kemp (64) aus Düsseldorf (6,5 Prozent) und Willi Stein (68) aus dem Stuttgarter Raum (5,9 Prozent).

Aber eines ist klar: Sat1 sollte hier generell das Konzept dieses Ablegers noch einmal überdenken und den Talenten vor allem ein würdiges Finale ermöglichen.  So war das leider nix.

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