Sam Perry

In diesem Jahr hat bei der australischen Version von “The Voice” der 28-jährige Sam Perry gewonnen. Jurymitglied Kelly Rowland hatte damit einen guten Riecher bewiesen, auch wenn sich bei den Blinds alle vier Coaches umgedreht hatten. Doch im Laufe der Staffel gab es fast einen kleinen Bitchfight zwischen Kelly Rowland und ihrem Kollegen Boy George. Der Grund? Ob Sam Perry bei “The Voice” überhaupt richtig wäre. Doch warum? Nun, er ist eben nicht ein normaler Sänger, sondern eher ein Looping-Artist. Ein was? Nun, schaut einfach mal das Video von seiner Blind Audition mit seiner Interpretation von “When Doves Cry” von Prince an.  Und kelly Rowland hat schon recht, wenn sie erwähnt, das die Sendung “The Voice” heißt, denn Sam macht ja alles mit Seiner Stimme. Da kann sich Boy george noch so aufregen. Und der Erfolg bestätigt ja offenbar, das das Publikum offen für Neues ist.

Grow Up mit Olly

Habe ich schon mal erwähnt, dass Olly Murs irgendwie putzig ist. Und seine Musik finde ich ebenfalls gut – auch live. Er ist jetzt nicht der Supermegastar, aber irgendwie doch erfolgreich. Und das mit Recht. In Deutschland verkauften sich seine Singles immerhin mehr als 1,5 Millionen Mal und wurden mit drei Gold- und zwei Platin-Awards ausgezeichnet. Bis heute verzeichnen seine Songs hierzulande mehr als 22,5 Millionen Streams.

Mit „You Don’t Know Love“ und nun „Grow Up“ veröffentlichte er bereits zwei Singles aus seinem neuen, mittlerweile fünftem, Studioalbum namens „24hrs“, welches am 11. November erscheint.

ESC und ein homophober Sieger… oder auch nicht?

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Das war er wieder, der Eurovision Song Contest (ESC). Gewonnen hat Schweden mit Måns Zelmerlöw und seinem Song „Heroes“. Er galt bereits im Vorfeld als einer der Favoriten und so konnte er sich in einem spannenden Finale gegen Russland und Italien durchsetzen. Man mag sagen, der Song ist nichts besonderes, was vielleicht auch stimmt. Aber: Er bleibt im Ohr und die Performance war etwas besonderes, so dass sie im Kopf bleibt. Sicher ein nicht unwesentlicher Faktor bei der Abstimmung.

Aber kaum ein paar Stunden ach dem Sieg kamen erste Artikel zum Vorschein, die Måns Zelmerlöw als homophob abstempelten. Und natürlich wurde dieses in den sozialen Netzwerken schnell einfach unreflektiert weiter verteilt. Wenn man sich allerdings einmal die Mühe gemacht hätte, etwas zu recherchieren, wären einem vielleicht auch andere Artikel aufgefallen.

Was war aber genau passiert? Nun, nach seinem Sieg beim schwedischen Vorentscheid kamen diese Artikel auf. Dabei ging es um Aussagen, die Måns Zelmerlöw in einer Kochshow im schwedischen Fernsehen im Jahr 2014 getätigt hatte. Bei der Promi-Kochshow „Pluras Kök“ meinte er homosexuelle Paare sollten keine Kinder haben.
So soll er gemeint haben, Homosexualität sei „abnormal“, es sei „nicht natürlich für Männer, wenn sie miteinander schlafen wollen“. Dann fuhr er fort: „Daran ist nichts Falsches, aber natürlicher ist es selbstverständlich, wenn Männer und Frauen zusammen Kinder machen.“

Nun, das ist zwar eine Aussage, aber hatten nicht sogar offen schwule Prominente wie Dolce & Gabbana vor gar nicht allzu lange Zeit nicht auch gesagt? Es gab einen kurzen Aufschrei und dann zogen die unzähligen Schwulen wieder ihre D&G-Klamotten aus dem Kleiderschrank.

Im Falle von Måns Zelmerlöw sprangen ihm allerdings schon einige Leute zur Seite. So hat sich kurz nach den Anschuldigungen im März bereits Ronny Larsson, ein Redakteur des schwedischen LGBT Magazins „QX“ zu Wort gemeldet. „Nun, nichts könnte falscher sein. Måns ist völlig auf unserer Seite und war schon immer.“

Larsson weiter: „Als Redakteur bei Schwedens größte LGBT Magazin QX, habe ich Måns seit seinem Debüt bei „Swedish Idol“ im Jahr 2005 begleitet. Er hatte sich immer die Zeit genommen, um uns für unser Magazin Material zu liefern. Er war auf unserem Cover, ist bei Stockholm Pride aufgetreten und hat durch unsere große „QX Gaygala“ geführt. Natürlich macht dieses Måns Zelmerlöw nicht automatisch zu einem „Straight Ally“, aber es ist deutlich, dass er ein Freund der homosexuellen Gemeinschaft ist.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Haben wir nicht alle schon einmal unbedachte Äußerungen getätigt, die an Ende völlig falsch aufgefasst wurden. Einfach mal darüber nachdenken.