The Voice Senior… Was war das bitte Sat1?

Ich mag ja „The Voice“ vom Format her noch immer, doch vergangenen  Freitag bekam dieses Vertrauen einen ganz schönen Dämpfer. Es begann eigentlich schon etwas früher, denn die ganze Staffel von “The Voice Senior” schien man offenbar schnell hinter sich bringen zu wollen. In nur vier Sendungen wurden die Talente quasi “durchgehechelt”. Keine Battles, schnell in die „Sing Offs“ und dann das Finale. Ja, Sat1, hier habt ihr den Vogel abgeschossen. Zunächst sah alles aus wie ein normales Finale. Doch Moment? Da war gar nicht dieses Logo „Live“ zu sehen. Nanu. Die Erklärung gab es dann zur Verkündung des Gewinners. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es übrigens sehr schade war, dass einige wirklich gute Ladys vorher aussortiert wurden und nur Männer im Finale waren.  

Unwürdiges Finale für “The Voice Senior”

Doch was dann kam, spottete jeder Beschreibung. Und Respekt vor den Talenten schien dem Sender – und auch den Coaches – völlig abhandengekommen zu sein. Da wurden die vier Finalisten in eine billig auf „Studio“ gemachte Halle gepflanzt, ein paar Freunde und Familienmitglieder durften als Publikum herhalten und dann machte Moderator Thore Schölerman mehr Werbung für andere Sat1-Shows, statt sich mit den Hauptakteuren zu befassen. Oh, und die vorher noch so von ihren Talenten begeisterten Coaches glänzten geschlossen durch Abwesenheit. Das war ein wirkliches Armutszeugnis. Und zu Recht ließ der Shitstorm in den Sozialen Kanälen dann auch nicht lange auf sich warten. Das Urteil über dieses unwürdige Finale war ziemlich eindeutig.

Mit John Farnhams Pop-Hymne “You’re the Voice” begeisterte er bereits bei den Blind Auditions von “The Voice Senior”. Der 64-jährige Dan Lucas aus München wählte sich ins Team Sasha – und sorgte fortan Folge für Folge für stimmgewaltige Auftritte. Am Ende hatte der Musiker auch das TV-Publikum auf seiner Seite. Doch wie verteilten sich die Stimmen? Das blieb in der Sendung offen. Nach späteren Meldungen erhielt Dan Lucas mit 70,3 Prozent die meisten Zuschauerstimmen und gewann damit eindeutig das Finale der ersten Staffel. Der 80-jährige Fritz Bliesener aus Trappenkamp (Schleswig-Holstein) landet mit 17,3 Prozent der abgegebenen Zuschauerstimmen auf dem zweiten Platz, gefolgt von Joerg Kemp (64) aus Düsseldorf (6,5 Prozent) und Willi Stein (68) aus dem Stuttgarter Raum (5,9 Prozent).

Aber eines ist klar: Sat1 sollte hier generell das Konzept dieses Ablegers noch einmal überdenken und den Talenten vor allem ein würdiges Finale ermöglichen.  So war das leider nix.

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